Nur die Spitze des Eisbergs: Burn-out

1. Juni 2011

Warum wir hier bloggen, haben wir bereits erwähnt. Dazu noch einige Fakten:

Rund 9 Millionen Deutsche leiden unter Burn-out.  Die Weltgesundheitsorganisation WHO errechnet für jeden dieser Fälle im Schnitt jährlich 30,4 Krankheitstage. Der volkswirtschaftliche Schaden geht weit darüber hinaus, denn die Produktivität der Betroffenen nimmt drastisch ab.

Die Burn-out-Problematik ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Nach Angaben der Betriebskrankenkassen (BKK) wurde 2009 jeder neunte Krankheitstag der BKK-Pflichtmitglieder mit einer psychischen Diagnose begründet. Im Vergleich zu den 90er-Jahren bedeutet dies eine Verdreifachung psychisch bedingter Ausfalltage.

Trotzdem schneiden deutsche Firmen in Sachen Arbeitsklima im internationalen Vergleich besser ab, als die eingangs erwähnten Fakten vermuten lassen. Jedoch fehlt häufig bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen die Bereitschaft, die Gründe für psychische Belastung am Arbeitsplatz zu finden und zu beseitigen. Der Grund: Kaum ein Manager will zugeben, dass es in seinem Verantwortungsbereich Verbesserungsbedarf gibt.

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Warum wir hier bloggen

30. Mai 2011

Arbeitsalltag in Deutschland: Burn-out, Mobbing, innere Kündigung. Millionen Beschäftigte leiden – oft im Stillen. Sie gehen mit Angst zur Arbeit und können auch nach Feierabend nicht abschalten.  Was die Wenigsten erkennen: Nicht die Gefahr eines Jobverlustes ist das Problem, sondern die Angst vor dem Arbeitsplatz, den Arbeitsbedingungen, den Chefs und den Kollegen. Viele Führungskräfte ahnen das. Getan wird dagegen allerdings wenig.

Im Gegenteil: Statt die Ursachen dieses Übels zu beseitigen, werden die betroffenen Mitarbeiter therapiert. Der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm, und das nicht allein wegen der Fehlzeiten und der damit verbundenen Behandlungskosten. Denn die Produktivität aller Beschäftigten leidet, wenn die Arbeitsbedingungen nicht optimal sind.

Die Ursache für psychische Belastung am Arbeitsplatz sind vielfältig: unfähige Vorgesetzte, knappe Ressourcen, Mangel an Lob, ungenügende Kommunikation. Anders formuliert: Das Arbeitsklima ist schlecht oder verbesserungswürdig.

Wie aber lässt sich Arbeitsklima definieren, messen und gegebenenfalls verbessern? In Deutschland wird über diese Frage noch diskutiert – in Schweden ist man bereits viel weiter. Seit fast hundert Jahren ist dort die Messung und Verbesserung des Arbeitsklimas gesetzlich vorgeschrieben. Deutsche Unternehmen können von den Erfahrungen ihrer skandinavischen Mitbewerber profitieren.

Dieser Blog wird von Mitgliedern des Beraternetzwerks Betriebsklima.de betrieben. Wir schreiben über unsere Erfahrungen  als Autoren, Forscher und natürlich als Berater im Projekt www.betriebsklima.de.  Rein privat und manchmal auch mit einem Augenzwinkern …

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Wir freuen uns über Ihre Mails:  info (at) betriebsklima (Punkt) de


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